Teures Malprogramm vs. Freeware



Auf meiner Suche nach dem richtigen Mal- und Zeichenprogramm für den Computer, begegneten mir die verschiedensten Programme von teuer, über sehr teuer, bis hin zu unbezahlbar. Ich suchte ein Programm mit dem ich entwerfen, zeichnen, colorieren oder auch mal eine Zeichnung einscannen kann, um sie zu bearbeiten. Ich probierte vieles aus und in der Regel erschlugen mich die unendlichen Möglichkeiten. Ich hatte das Gefühl meine Kreativität geht flöten angesichts der Pinsel-, Farb- und Papierstruktureinstellungsvarianten. Ich wollte doch eigentlich nur zeichnen und die entstandenen Bilder einem größeren Publikum zugänglich machen.
Ich ging also nochmal auf die Suche und siehe da, ich wurde fündig. Das Überraschende: Alle Programme für die ich mich entschied sind Freeware, also Programme, die völlig kostenlos für jeden im Internet zu Verfügung stehen. In solchen Momenten liebe ich das Internet!
Schlussendlich entschied ich mich für drei Programme.
Fürs Malen und Zeichnen verwende ich KRITA. Dieses Programm ist einfach großartig. Es wurde durch eine Crowdfunding-Kampagne finanziert, was ich schon mal für eine geniale Idee halte. Es hat wirklich alles, was man als Malerin so braucht. Ein paar Programmteile hat wohl sogar Photoshop gekauft. In KRITA kann ich alles realisieren, was mir so einfällt. Es verzichtet zum Glück auf solches Zeug wie "realistisches Aquarell" oder "dicke Ölfarbe mit realistischem Relief". Sowas brauche ich nicht. Dafür kann es aber sogar Bezier-Kurven, die man in den teuren Paint-Programmen nicht findet.
Das zweite Programm empfahlen mir Freundinnen. Es heißt "gimp" und wird meist für Fotobearbeitung verwendet. Ich benutze es um Hintergründe transparent zu machen. Das brauche ich vor allem für meine T-Shirt-Kollektion. https://shop.spreadshirt.de/Meerundmehr/
Das dritte Programm im Bunde ist "inkscape". Damit kann ich Vektorgrafiken erstellen. Man benutzt sie z.B. für Logos. Vektorgrafiken kann man unendlich vergrößern. Sie wirken nie verpixelt, weil sie anders gerechnet werden (keine Ahnung wie das geht).
Alle drei Programme kann ich euch nur ans Herz legen. Probiert KRITA bevor ihr etwas teures kauft. Und wenn es doch ein Bezahlprogramm sein soll, sind ältere Versionen eine gute Alternative. Sie kosten oft nur einen Bruchteil der aktuellen und haben trotzdem alles was man braucht.
Noch ein Gedanke dazu:
Man kann einem fertigen Bild nicht ansehen mit welchem Programm es erstellt wurde, man kann nur sehen ob es gut oder schlecht ist. Die Qualität des Ergebnisses errechnet sich, auch im digitalen Zeitalter, nicht an der Anzahl der eingesetzten Mittel, sondern an der eingesetzten Kreativität und dem eingesetzten Können. Da hat sich seit der Steinzeit nichts verändert. Damals malten die Künstler mit den Fingern oder ritzten mit Steinsplittern. Und was für phantastische Bilder sind entstanden. Van Gogh malte seine besten Bilder als er kein Geld für neue Farben hatte und sich auf zwei, drei vorhandene beschränken musste.
Also, um digital malen zu können, braucht man kein teures Programm. Um so wichtiger ist ein Grafiktablet. Aber dazu das nächste Mal.

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