Das "liebe" Geld - Mein Plädoyer für das bedingungslose Grundeinkommen

Mich beschäftigt das fiese Gefühl nie genung Zeit für die Dinge zu haben, die mir Spaß machen und auf die ich Lust habe.

Sooft ist man mit Geld beschäftigt und dem, was man tun muss um es zu bekommen. Oh, wie schön wäre eine Welt ohne Geld oder wenigstens mit einem bedingungslosen Grundeinkommen? :) 
Ich will gar nicht nicht arbeiten, sondern arbeiten ohne Existenzangst. Und ich bin der festen Überzeugung, dass es den meisten Menschen so geht.
Ein kleiner Teil der Leute wird tatsächlich nicht arbeiten und es sich gemütlich machen, mit dem was er hat. Wäre das schlimm? Ich finde nicht! Was ist schlecht daran, mit dem zufrieden zu sein was man hat? Wir lieben das, wenn wir es bei buddhistischen Mönchen sehen, nennen es Achtsamkeit und machen Kurse, um ihnen ein klein bisschen zu ähneln. Wie denken wir aber bei ganz normalen Menschen, z. B. unseren Nachbarn, wenn sie nicht arbeiten. Wenn sie ihr Geld aus der Arbeitslosenversicherung oder "Stütze" gemütlich verbrauchen, im "Hier und Jetzt" leben und mit dem auskommen, was sie haben. Unser Urteil ist in der Regel schnell klar: Schmarotzer!

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, dass jeder Arbeitnehmer in die Arbeitlosenversicherung einzahlt? Auch diese "Schmarotzer" haben das getan. Geld welches wir selbst einzahlen, erbetteln wir uns vom Amt zurück? Ich kenne niemanden, der mit soviel Selbstbewusstsein zum Arbeitsamt ging wie zur Versicherungsanstalt, um sich seine Lebensversicherung auszahlen zu lassen. Warum ist das so?
Wir lassen uns schlecht behandeln obwohl wir eigentlich eine Entschuldigung der Regierung verdient hätten, weil sie die Wirtschaft nicht so leitet, damit diese genug Arbeitplätze zur Verfügung stellt. Sie schaut zu wie Firmen ihren Sitz in Steueroasen verlegen, um noch mehr Millionen zu "sparen", und wir lassen uns weiterhin Vorwürfe machen, weil wir mit der Rente die enormen Mieten nicht mehr zahlen können? Wir lassen uns ungestraft von irgendwelchen Politikern sagen, hättet ihr doch einen anderen Beruf gelernt. Wir lasssen uns mit nie eingelösten und nie mehr einlösbaren Versprechungen über Vollbeschäftigung abspeisen. Wir nehmen hin, dass man 2,5-3,5 Millionen Arbeitslose in Deutschland unter den Tisch fallen lässt und behauptet "eigentlich hätten wir ja praktisch schon Vollbeschäftigung". Dazu gibt es hier eine sehr sehenswerte Satire https://www.youtube.com/watch?v=ouX1WarqKJU
Was muss denn eigentlich noch kommen damit wir, das deutsche Wahlvolk, aufwachen?

Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen wäre das Geschichte.
Was könnte denn passieren? Die, die nicht arbeiten wollen, werden es dann auch nicht tun. Oder vielleicht doch, ein bisschen, um den Lebensstandard zu erhöhen. Selbstbestimmt und selbstbewusst! Sie könnten um bessere Arbeitbedingungen kämpfen, um bessere Bezahlung, auch bei Jobs, die keiner gerne macht. Darum, dass z. B. die Pflegeberufe so gut bezahlt werden, dass die Menschen sich um solche Stellen reißen.
Niemand müsste mehr beim Amt betteln, niemand mehr den Kopf einziehen. Es würden Kräfte für Dinge frei die unsere Welt wirklich verändern und vielleicht retten könnten. Ich glaube sie würde eine bessere, sauberere, buntere und gesündere Welt werden.
Wenn niemand mehr Angst haben müsste unter der Brücke zu landen, könnten wir uns mit anderen Dingen beschäftigen, wir könnten den Blick heben und über unseren Tellerrand schauen. Darin liegt natürlich eine große Gefahr. Fragt sich nur für wen?
Wenn niemand mehr unbezahlte Überstunden, dauerhafte Leiharbeit, jahrelang befristete Arbeitsplätze in Kauf nehmen müsste, weil er sich dagegen wehrt, für wen wäre das ein Problem?

Außerdem gehe ich jede Wette ein, dass es der Gesellschaft sogar weniger Geld kosten würde. All die Ämter mit all ihren Beamten, die sich darum kümmern, dass das Geld an Bedürftige, nach strengen Regeln natürlich, ausgezahlt wird. Beamte die wiederum kontrollieren, dass das auch alles rechtens ist. Sie alle könnten eingespart werden.
Wissen wir, was das alles kostet? Nein! Aber wir lassen uns erzählen, es wäre nicht bezahlbar. Und das von Leuten, die uns gerade die Mär von der Vollbeschäftigung untergejubelt haben. Sind wir wirklich so dumm? Oder vielleicht doch noch genauso obrigkeitsgläubig wie unsere Eltern?

Aber vielleicht gibt es ja ein ganz anderes Problem: Wohin mit all den Beamten, die gewohnt sind auf ihren unkündbaren Posten zu kleben bis sie pensioniert werden und sich ein Häuschen in Griechenland oder Spanien kaufen? Plötzlich wären sie arbeitslos und müssten von dem leben, was sie grad so haben.
Komisch, mich belustigt diese Vorstellung irgendwie. Aber das ist eine andere Geschichte.







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